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2021 Jahr der Entscheidung Mitglieder des1. FC Hersbruck einstimmig für die Verschmelzung mit Eintracht und TC

 

Hersbruck – Auch die Mitglieder des 1. FC Hersbruck haben sich einstimmig für die geplante Verschmelzung mit dem TC Hersbruck und dem SV Eintracht ausgesprochen – in einer der laut FC-Vorsitzenden Thomas Paul „wichtigsten Mitgliederversammlungen in der Geschichte des Vereins“ auf der neuen Terrasse der Sportgaststätte „Bella Vista“, die seit kurzem unter neuer italienischer Leitung ist. Daneben standen Neuwahlen an.

 

Zunächst ging Paul auf das doch sehr besondere Jahr 2020 ein. Wie alle Vereine war auch der FC stark von der Pandemie und ihren Folgen betroffen. Allerdings reagierte der Verein schnell mit vielen Maßnahmen und hielt so den finanziellen Schaden in Grenzen. Auch wenn die Absage des 40. Hersbrucker Eselrennens natürlich geschmerzt habe, hoffe man auf eine Weiterführung im Jahr 2022. Paul bedankte sich ausdrücklich bei allen Trainern und Betreuern für ihre Unterstützung in dieser schweren Zeit.

Sein Dank ging auch an alle Sponsoren, die dem Verein die Treue hielten, obwohl sie selbst zum Teil stark von der Krise betroffen waren. Die Pandemie wirkte sich negativ auf die Mitgliederentwicklung aus, weil es keine Neueintritte gab. Dies habe sich seit dem Frühjahr geändert und gerade im Jugendbereich gebe es erfreulicherweise wieder regen Zulauf.

Zum Schluss bedankte sich der Vorsitzende bei allen sportlich Verantwortlichen, Verwaltungsmitgliedern und seinen Vorstandskollegen für den Zusammenhalt. Ein großer Dank ging an den Nachbarverein SV Eintracht für die Zusammenarbeit mit der dritten Mannschaft und für die Mitnutzung der Plätze für den Trainings- und Spielbetrieb der Jugendmannschaften. Des Weiteren bedankte er sich beim FC Reichenschwand und SV Offenhausen für die gute Kooperation und angenehme Zusammenarbeit im Jugendbereich sowie beim DAV, mit dem man sich wieder eine Stelle zum freiwilligen, sozialen Jahr (FSJ) teilen will.

Kassier Jürgen Gast vermeldete sogar positive Zahlen für 2020. Diese enthielten zwar eine Teilleistung der Versicherung für die in 2019 abgebrannte Tennishütte, dennoch verwies er auf die disziplinierte Haushaltsführung und Einsparungen wegen Corona.

Fußballsenioren-Spielleiter Fabian Lämmermann berichtete vom eingeschränkten Spielbetrieb im letzten Jahr. So absolvierte die 1. Mannschaft im März 2020 noch ein Punktspiel, dann war Schluss bis Ende September. Die folgenden Spiele bis Ende Oktober führten zu einem zehnten Platz in der Bezirksliga, mit dem sich die sportliche Leitung durchaus zufrieden zeigte. Die „Zweite“ erreichte in der Kreisklasse einen sehr guten dritten Platz. Die 3. Mannschaft stieg dagegen aus der A-Klasse ab.

Jugendleiter Jochen Dierig bestätigte, dass der Jugendspielbetrieb stark eingeschränkt war. Bei den einzelnen Mannschaften hob er die D 1 hervor, die in der Kreisliga Dritter wurde. Erfreut zeigte er sich auch über Platz zwei der C 1 und Rang vier der A-Junioren, die in der Kreisliga als Spielgemeinschaft mit Reichenschwand und Offenhausen antraten.

Mit Euphorie gestartet

Tennisleiter Alwin Erlwein gab einen Rückblick auf die FC-Tennisabteilung, die im April 1977 mit Engagement und Euphorie gegründet wurde und nun zu Ende geht. Er erinnerte an den Start des Spielbetriebes im August 1978 mit zirka 60 aktiven Mitgliedern, die Erweiterung auf fünf Spielfelder und den Bau der Tennishütte in den 80er Jahren. Zu besten Zeiten hatte die Abteilung über 200 Mitglieder. Jedoch wurde es dann versäumt, die richtigen Weichen für die Zukunft zu stellen, sodass ab 2009 keine Mannschaften mehr an der Medenrunde teilnahmen.

Bei den Neuwahlen gab es nur wenige Veränderungen. Die drei Vorsitzenden wurden wiedergewählt. Weil Manfred Storch und Andreas Wagner nicht wieder antraten, wurden dafür Julian Pawlik als 2. Kassier und Christian Günther als 2. Schriftführer gewählt. Thomas Paul würdigte die Verdienste von Storch, der 25 Jahre in der FC-Verwaltung tätig war und weitere Ämter im Jugendbereich und als Platzkassier begleitete, und Wagner für knapp 20 Jahre in verschiedenen Verwaltungspositionen, als Kassenrevisor und Gönner des Vereins. Neuer Kassenrevisor ist Jürgen Lincke und für Hans Kalb rückt Heinz Tiedtke in den Ältestenrat nach.

Bürgermeister Robert Ilg betonte, dass es nicht selbstverständlich sei, dass drei Vereine mit starker eigener Identität so weit kommen und gemeinsam die Weichen im Sinne des Sports für Hersbruck stellen. Dafür dankte er den anwesenden Vorständen der drei Vereine und sagte die volle Unterstützung der Stadt zu.

Im Anschluss führte Paul kurz in die Thematik der geplanten Verschmelzung ein (wir berichteten) und erläuterte die vereinbarten Rahmenbedingungen. Er hob hervor, dass es neben den bestehenden Sparten Fußball, Tennis, Theatergruppe und Damengymnastik eine Abteilung Rugby geben werde, die im Frühjahr gegründet wurde. Hier seien schon bis zu 25 Aktive zu verzeichnen, die bald in einer Spielgemeinschaft mit dem TV Lauf am Spielbetrieb teilnehmen. Ein erstes Match in Hersbruck ist Mitte Oktober geplant.

Paul betonte noch einmal die große Gelegenheit, die sich sowohl durch den Umzug des TC im Frühjahr 2022 auf das FC-Gelände als auch durch dessen einmalige Lage biete und damit beste Voraussetzungen für einen gemeinsamen, attraktiven und mitgliedstarken Verein. Er stellte auch die geplanten Investitionen vor. So wird das FC-Tennisgelände komplett saniert und die abgebrannte Hütte ersetzt. Zudem soll eine mobile Traglufthalle entstehen, um auch im Winter Tennis spielen zu können. Darüber hinaus wird der Sanitärbereich für den Damensport erweitert. Im Fußballbereich wird noch heuer das Flutlicht beim FC und bei der Eintracht auf moderne, stromsparende LED-Technik umgestellt.

Die FC-Mitglieder sprachen sich einstimmig für den Entwurf des Verschmelzungsvertrages aus. Sollte am 20. August auch die Eintracht zustimmen, werden sie und der TC auf den 1. FC Hersbruck verschmolzen.

 

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