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HERSBRUCK - Sie ist ein „Hingucker“ nicht nur für Tennisfans: Beim 1. FC Hersbruck kann dank einer Traglufthalle ab sofort auch in den Wintermonaten dem Sport mit der Filzkugel gefrönt werden.

 

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Sie ist der neueste Baustein im heuer aufwändig aufgerüsteten Geru-Plast-Sportpark des 1. FC Hersbruck: Die weithin sichtbare Tragluft-Tennishalle. Seit gut zwei Wochen wölbt sich deren strahlend weiße Außenhülle zwischen A-Platz und Rugbyfeld - am Abend wunderbar illuminiert und inzwischen von vielen Tennisfreunden mit offenen Armen angenommen.

Hinter dem Projekt steckt ein Sommer voller Arbeit und Schweiß: Im Frühjahr wurden die fünf länger gar nicht mehr genutzten und zum Teil als Bikepark „zweckentfremdeten“ Sandplätze auf Vordermann gebracht - um so der durch die Fusion mit dem TC Hersbruck wiederbelebten Tennisabteilung des „Club“ ideale Voraussetzungen für den Medenspiel- und Trainingsbetrieb zu schaffen.

Alle Plätze bekamen eine Drainage und eine app-gesteuerte Beregnungsanlage. Dazu wurde der Zaun ertüchtigt und im Herzen der Tennisanlage eine Pergola samt dem Nachfolger des im November 2019 einer Brandstiftung zum Opfer gefallenen Tennisheims errichtet.

Gleich dahinter gibt es nun Sanitärcontainer mit WCs und Duschen für die Tennis- und Rugbyfrauen, für die auch im ehemaligen Eintracht-Sportheim ein Teil der Umkleidekabinen abgetrennt wurde. Allein die Strom- und Wasserversorgung der neuen Infrastruktur sei ein „irrer Aufwand“ gewesen, sagt „Club“-Vorsitzender Thomas Paul.

Parallel dazu liefen die Vorbereitungen für den eigentlichen „Clou“: die Traglufthalle, die es Tennisfans aus dem Verein und „von außen“ erlaubt, dem „weißen Sport“ auch in den sonst witterungsbedingt spielfreien Monaten Oktober bis März zu frönen - und das mindestens für die nächsten 20 Jahre. So steht es im Vertrag, den der 1. FC Hersbruck mit dem eigens dafür gegründeten Betreiber, der „Hersbrucker Sport- und Vermarktungs-GmbH“, geschlossen hat.

Die beheizte, gut 2000 Quadratmeter große Halle überspannt in knapp über zehn Meter Höhe vier der fünf Plätze und besteht aus einer elastischen, luftdichten und schwer entflammbaren Hülle mit einem Drahtseilgitter, die von zwei Elektromotoren aufgeblasen und angetrieben wird. Am Einheitstag schwitzten rund 40 Helfer gut vier Stunden lang, ehe die aus mehreren Membranen bestehende Folie aufgespannt war. Die lässt Licht durch und heizt sogar das Innere auf, so die Außentemperaturen hoch genug sind. Betrieben wird die Anlage mit Flüssiggas.

 

Vorbereitet auf Kritik

Dass gerade dieses Detail im Zuge des Ukrainekriegs evident gewordenen Not zum Energiesparen auf Kritik stößt, ist Thomas Paul wie auch Manuel Hirsch, der mit seiner Tennisschule seit vielen Jahren beim TC Hersbruck – und nun nach der Verschmelzung beim „Club“ – präsent ist, nur zu bewusst. Zum einen aber hätten die Betreiber sehr darauf geachtet, es so ökologisch wie nur irgend möglich zu gestalten, sagt Paul. So werde die Hallenluft zur Wärmerückgewinnung genutzt und ausschließlich LEDs als Lichtquelle verwendet. Die Beleuchtung selbst geht nur an, wenn tatsächlich jemand durch die nur mit einem Code zu öffnenden Schleuse die Halle betritt, die Heizung erst kurz vor einem online gebuchten Termin. Und – in diesen Zeiten sicher nicht ganz unwichtig: „Das Flüssiggas kommt nicht aus Russland, sondern aus Ingolstadt, wo es bei der Erdölraffinierung anfällt“, so Paul.

Zum zweiten sei die Entscheidung pro Tennishalle schon 2021 gefallen, sagt Paul - als noch niemand ahnen konnte, dass Russland Ende Februar die Ukraine angreift und Europa ins Energiechaos stürzt: „Da gab es kein Zurück mehr und wir wollen jetzt das Beste aus der Situation machen.“ Einen Teil der gestiegenen Energiekosten haben die Betreiber bereits auf die Gebühren für die Hallenstunden umgelegt. Eines ist Paul dabei wichtig: „Das Risiko trägt der Betreiber, nicht der 1. FC Hersbruck. Der mietet nur die Plätze von der GmbH.“

Vielen Tennisfans ist diese Diskussion ohnehin relativ egal. Sie nutzen die neue Halle schon nach Herzenslust. Ebenso die Tennisschule Manuel Hirsch für ihre Trainerstunden. Und auch der Tennisverband ist froh über die neue Location - und will hier regelmäßig, wie bereits am Wochenende geschehen, Leistungsklassenturniere abhalten und sie als Spielort für die Wintermedenrunde nutzen.

Für Thomas Paul ein klares Indiz dafür, dass der Bau der Tennishalle der richtige Weg war, um den „Tennissport in der Stadt und in der Region zu stärken“. Denn neben den Vereinsmitgliedern, die ein Vor-Buchungsrecht und vergünstigte Konditionen bekommen, soll sie „allen anderen Kindern, Sportvereinen und Privatleuten“ offenstehen, die gerne auch in den Wintermonaten Tennis spielen wollen.

Alles Wissenswerte zu Preisen, Hallenzeiten und Terminbuchung gibt es unter

 www.tennishalle-hersbruck.de

 

17.03.2023
17:00 Uhr
Baiersdorf -
1.FC Hersbruck
26.03.2023
15:00 Uhr
FC Troschenreuth -
1.FC Hersbruck II

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