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( Hersbrucker Zeitung 04.07.22 )

Renaissance für den „Platzverweis auf Zeit“

Fußball-Spielleitertagungen Schiedsrichtermangel tritt immer deutlicher zu Tage. Keine Gespanne mehr in der Kreisliga.

PEGNITZGRUND - Die beiden Staffeln der Kreisliga Erlangen-Pegnitzgrund umfassen auch in der kommenden Saison je 16 Vereine. Neue Gesichter sind die Bezirksliga-Absteiger

SpVgg Hüttenbach, SpVgg Diepersdorf und SpVgg Erlangen.

„Die Liga ist dadurch interessanter geworden“, umschrieb Kreisspielleiter Max Habermann diese für den heimischen Kreis wenig erfreulichen Tatsache. Er begrüßte zudem sechs Aufsteiger,

darunter den FC Schnaittach und FSV Weißenbrunn.

 

Habermann informierte bei der Tagung im Sportheim der SpVgg Erlangen auch über eine Reihe von Änderungen, die beim BFV-Verbandstag wenig Tage zuvor beschlossen worden waren. Dazu gehört die Wiedereinführung der 10-Minuten-Zeitstrafe. Den „Feldverweis auf Zeit“ gab es zwischen 1978 und 1991 schon einmal, ehe er mit Einführung der Gelb-Roten Karte abgeschafft wurde.

 

Kreisschiedsrichterobmann Stefan Stadelmann fürchtet Probleme in der Praxis - sind die Schiedsrichter doch künftig wieder völlig alleine auf sich gestellt, weil es in der heimischen Kreisliga in der kommenden Saison keine Gespanne mehr gibt. „Das macht uns die Spielleitung jedenfalls nicht einfacher“, sagte er.

Die Abschaffung der Gespanne ist dem immer akuter zu Tage tretenden Schiedsrichtermangel geschuldet. Die Verantwortung der Spielleitung liegt damit wie einst alleine beim Schiedsrichter, an den Außenlinien assitiert von „Winkern“, die von den beteiligten Vereinen zu stellen sind. Deren einzige Funktion beschränkt sich darauf, anzuzeigen, dass der Ball die Außenlinie überschritten hat.

 

Das Saisoneröffnungsspiel steigt am Freitag, 29. Juli, am Fuße des Walberla zwischen Neuling

DJK-FC Schlaifhausen und dem SV Langensendelbach. In der Gruppe 2 erfolgt der offizielle Auftakt tags darauf mit dem Oberlandderby zwischen dem FC Schnaittach und der SpVgg Hüttenbach. Dieses Nachbarduell zwischen Kreisliga-Rückkehrer Schnaittach und dem Bezirksliga-Absteiger hat es seit 25 Jahren nicht mehr gegeben.

Vom Trio aus dem Hersbrucker Land startet der SV Henfenfeld mit einem Heimspiel gegen die Reserve des SK Lauf. Ebenfalls daheim am Ball ist die SpVgg Sittenbachtal, die Kühlenfels bei sich begrüßt, während der FC Reichenschwand zum Auftakt beim TSV Brand gastiert.

Die Vorrunde endet am 6. November. Danach sieht der Spielplan bis 27. November noch drei Spieltage der Rückrunde vor. Der Start aus der Winterpause erfolgt am 25./26. März 2023. Der Vorhang für die Saison fällt am 11. Juni, die folgende Relegation läuft vom 14. bis 30. Juni.

Die beiden Meister steigen direkt in die Bezirksliga auf, die Vizemeister haben eine zweite Chance über die Relegation. Die drei Letztplatzierten steigen direkt ab, während die beiden Tabellendreizehnten in die Relegation mit den vier Vizemeistern der Kreisklasse müssen. Das „Nachsitzen“, so Habermann, entfalle nur, wenn aus der Bezirksliga nur zwei Vereine in den heimischen Kreis absteigen. MANFRED KEILHOLZ

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