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Beim 26. Ordentlichen BFV-Verbandstag im vergangenen Sommer mit seinen Wahlen der BFV-Vorstandschaft und grundlegenden Abstimmungen und Anträgen der Fußballbasis war das neu beschlossene Sonder-Spielrecht für Frauen kaum mehr als eine Randnotiz. Mittlerweile ist klar, dass da viel mehr dahintersteckt. Aktuell haben 55 Vereine aus allen sieben bayerischen Fußballbezirken für insgesamt 106 Frauen beim Bayerischen Fußball-Verband beantragt, dass diese auch am regulären Herren-Spielbetrieb 2022/23 teilnehmen können.

„106 Frauen – das mag für den Laien erstmal eine für ganz Bayern überschaubare Zahl sein. Aber wir reden hier von einem Sonder-Spielrecht. Also normalerweise über absolute Einzelfälle. Das, was sich seit dem Sommer getan hat, ist allerdings überragend und zeigt, dass wir mit unserem Vorstoß einen Nerv getroffen haben“, sagt Sandra Hofmann, die Vorsitzende des Verbands-Frauen- und -Mädchenausschusses (VFMA), und ordnet die Zahl in den Amateurfußball-Kontext ein.

 

Vom Beschluss zur Premiere im Freien in weniger als drei Wochen

Die Grund-Idee hinter dem neuen Sonder-Spielrecht: Fußballbegeisterten Frauen, die keine oder keine passende Frauen-Fußballmannschaft in ihrem Umkreis haben, eine Spielmöglichkeit zu eröffnen und diese über die neue Option für den Fußballsport und die Vereine nicht zu verlieren. Hinzu kommt der positive Nebeneffekt, auch Herren-Mannschaften bei möglichem Spielermangel eine weitere Option zu geben und zu helfen, bei Engpässen den Spielbetrieb zu sichern. Es dauerte nicht lang, da lagen die ersten ausgefüllten Anträge bei Hofmann zur Genehmigung auf dem Schreibtisch – und am 17. Juli war es dann so weit: Die 28-jährige Sandra Pfannenstein und Jessica Eckl (38) liefen beim Spiel gegen den SC Altfalter II in der B-Klasse Cham/Schwandorf 2 für ihren FC OVI-Teunz II im regulären Herren-Spielbetrieb im Freien auf. Es war die Bayern-Premiere und was den beiden damals noch gar nicht klar war: auch ein Novum in ganz Deutschland. „Ich kann es noch gar nicht fassen, bei solch einer Premiere mit dieser Tragweite dabei gewesen zu sein – es war eine wirklich tolle Sache, die mir großen Spaß gemacht hat“, so das Fazit von Jessica Eckl nach der Partie. Sandra Pfannenstein sah damals indes schon das große Ganze: „Es ist absolut bemerkenswert, dass der Bayerische Fußball-Verband diese Möglichkeit neu geschaffen hat. Das ist in der heutigen Zeit einfach nur passend. Ich kann allen nur empfehlen, es selbst einmal auszuprobieren. Auf dem Feld war es wie immer – im Umgang miteinander gab es da keine Unterschiede. So macht Fußball Spaß!“

Das Spiel ging zwar 1:6 verloren, aber das interessierte am Ende trotz allen sportlichen Ehrgeizes die wenigsten auf dem und um den Platz. „Ich habe jetzt die Gelegenheit bekommen, mit meinen beiden Brüdern in einem Pflichtspiel aufzulaufen – und das am 65. Geburtstags meines Vaters, der zweiter Vorsitzender und Stadionsprecher ist.“ Außerdem, so sagt Jessica Eckl, sei die Personaldecke der zweiten Mannschaft etwas dünn, „so haben wir dann auch etwas helfen und zur Entspannung beitragen können“, berichtet Eckl, die das Team sogar als Mannschaftskapitänin aufs Feld führte.

Zuvor gab es tatsächlich sogar schon eine andere Pflichtspiel-Premiere. Denn bereits am 3. Juli und damit zwei Wochen vor Sandra Pfannenstein und Jessica Eckl feierte Miriam Prechtel ihr Debüt in einem Herren-Pflichtspiel. Die 27-Jährige schnürte ihre Hallen-Fußballschuhe – für den Futsal Club Regensburg. Auch ihr Debüt ging verloren – 1:2 gegen die Futsal Panthers Ingolstadt. Aber auf die positive „Perspektive“ für die Co-Trainerin der Regensburger Futsaler durch die neue Regelung hatte das Spielergebnis keinen Einfluss. Im Gegenteil. Prechtel hat noch Großes vor: bei den Herren Spielpraxis sammeln, solange es keine entsprechende Alternative für Frauen gibt und durchstarten. „Eine Futsal-Frauennationalmannschaft wäre toll“, so die Regensburgerin.

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